VDI 2052 Vorschriften

Lüftungsanlagen können, wie alle vertikalen und horizontalen Leitungen im Gebäude,

ein sicherheitsrelevante Gefahrenquelle darstellen. Einen besonderen Schwerpunkt

bilden dabei Lüftungsanlagen in gewerbsmäßig genutzten Küchen, da hier fetthaltige

Luft in nicht unerheblicher Menge transportiert wird.

Hier ist nicht nur die Gefahr durch die Übertragungung eines Schadensfeuers in

andere Branabschnitte gegeben. Auch die Bransausbruchmöglichkeit durch Aerosolat

sind von sicherheitsrelevanter Bedeutung. Die fettbrandgefahr einer

Dunstabluftanlage kann der Brandgefahr eines Schornsteines zumindest gleichgestzt

werden.

Die Entzündungstemperatur alter Fette kann je nach Alter und Beschaffenheit bei

unter 200° C, die von Ruß bei 700° C liegen. Nicht normgerechte und nicht

wiederkehrend überprüfte " Dunstabzugshauben" sind Gefahrenpotentiale. Darüber

hinaus können Sie Ihre Aufgabe, den raumhygenisch erforderlichen Luftwechsel und

den Abtransprt der aerosolhaltigen Luft und den Brandschutz des Gebäudes zu

gewährleisten, nicht erfüllen.

Daraus resultierend sind durch Gestze, Verordnungen, Richtlinien und technische

Normen die Errichtung, der Betrieb und die Überprüfung für diese spzielle Art von

Lüftungsanlangen geregelt ( VDI 2052 ) Die Durchführung der Überprüfungen ist

spezifisch unterschiedlich von den Ländern dem Schornsteinfegerhandwerk

übertragen.

Anforderungen aus der Musterbauordnung

Die MBauO, der §3 ( Allgemeine Forderungen ) legt fest: " Bauliche Anlagen sowie

andere Anlagen Einrichtungen... sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und

instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben,

Gesundheit oder die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.

Der §16 ( Schutz gegen schädliche Einflüsse) wird darauf verwiesen: " Bauliche

Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Enstehung eines Brandes und der

Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung

von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind."

Der § 56 ( Unternehmer ) regelt das jeder Unternehmer für die ordungsgemäße, den

technischen Baubestimmungen und den genehmigten Bauvorlagen entsprechende

Ausührung der vom Ihm übernommende Arbeiten verantworlich ist. Dieser hat auch

die erforderlichen Nachweise über die Verwendbarkeit der verwendeten Buprodukte

und Bauarten zu erbringen und auf der Baustelle bereitzuhalten. Hat der Unternehmer

für einzelene Arbeiten nicht die erforderliche Sachkunde und Erfahrung, so sind

geeignete Fachunternehmer oder Fachleute heranzuziehen. Diese sind für Ihre

Arbeiten verantworlich. Die spezifische Untersetzung der Musterbauordnung

festgelegten Grundsätze wird in " Richtlinie" über die branschutztechnischen

Anforderungen an Lüftungsanlagen und den entsprechenden Normen geregelt.

VDI 2052 - raumtechnische Anlagen für Küchen

Diese Richtlinie gibt Hinweise zur lufttechnischen Behandlung, zur Deminsionierung

und zum Aufbau der raumtechnischen Anlagen von gewerblichen Küchen. Sie gilt

nicht für gewerbliche Kleinstküchen mit einer Gesamtanschlußleistung von < 25 kW

der wärme- feuchtabgebende Geräte ( Gargeräte Sülmaschinen usw. ) Auch Belange

des Brandschutzes werden hier behandelt, Allerdings ist es aufgrund der speziellen

Thematik des Transportes von fettbelasteten Aerosollen nicht immer möglich,

Hygiene, Funktion und Brandschutz klar zu trennen. Eine schlecht funktionuerende

Anlage stellt auch eine zusätzliche Gefähr für den Brandschutz dar.

• Strahlungsintensive Bereiche wie z.B. Grill-, Salamadergeräte, Bratplatten,

Kipppfannen, Herde uÄ. sind aufgrund ihrer hohen Oberflächentemperaturen

besonders zu beachten.

• Horizontale Abluft und Förderleitungen sind so kurz wie möglci zu halten und mit

Gefälle zu verlegen. An den tiefsten Stellen sind geeignete Kondensatsammelgefäße

vorzusehen, die leicht kontrolliert und gereinigt werden können.

• Zur Vermeidung von Kondensatbildung sollte besonders in kalten Gebäudezonen die

Luftleitung gedämmt werden.

• Die Fortluftmündungen sind zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen an

geeigneter Stelle senkrecht übers Dach in freien Luftstrom zu führen.

• Außenabluftanlagen sollen zur Vermeidung von Luft aus kontaminierten Bereichen

mind. 3 m über den Endniveau liegen.

• Küchenabluftanlagen müssen mit wirksamen Aerosolabscheidem ausgerüstet sein.

Diese sollen einen Flammendurchschlag in nachfolgende Anlagenteile verhindern.

Gestrick. und Streckenmetallfilter als alleinige Filter sind aufgrund des veränderlichen

Widerstandes und des geringen Abscheidegrades besonders aus

brandschutztechnischen Gründen nicht geignet.

Eine Information der Lokalbaukommission

Rauch- und Dunstabzüge

Anforderungen an Rauch- und Dunstabzüge für Grillanlagen, Bratereien,

Großküchenherden und sonstige Anlagen, bei deren Betrieb fetthaltige Dünste zu

erwarten sind.

1. Gesetzesgrundlagen

Bei Rauch- und Dunstabzügen für Grillanlagen, Bratereien, Großküchenherden und

ähnlichen Anlagen ist aufgrund der besonderen Eigenschaften vor allem Wert auf die

sichere Ausführung und den Brandschutz zu legen.

Für diese Anlagen gelten folgende Bestimmungen:

• Dabei werden die oben genannten Anlagen aufgrund der möglichen

Brandentwicklung mit Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe gleichgesetzt (gemäß

§ 7 Abs. 5 FeuV).

• Aus den oben genannten Gesetzesgrundlagen haben wir für Sie die Anforderungen

zusammengestellt, die Sie bei der Ausführung dieser Anlagen berücksichtigen

müssen: Bayer. Bauordnung (BayBO) Art. 40 und 41, Verordnung über

Feuerungsanlagen, Wärme- und Brennstoffversorgungsanlagen (FeuV),

Gastbauverordnung (GastbauV) Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (M-LüAR,

September 2000) Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB § 2) in der

jeweils letztgültigen Fassung. VDI 2052 – Raumlufttechnische Anlagen für Küchen

• Feuerstätten dürfen nur in Räumen mit ausreichender Lüftung aufgestellt werden (§

3 FeuV). Bei Aufstellung von Gasfeuerstätten wird auf die Bestimmung des DVGW

Arbeitsblattes G 634 (Installation von Großküchen – Gasverbrauchseinrichtungen)

und TRGI ’86/96 verwiesen.

• Holzkohlen- oder Gasgrillanlagen sind "offene Feuerstätten" im Sinne von § 2 VVB.

Die erforderlichen Abstände zu brennbaren Bauteilen sind je nach Temperatur und

Ausführung der Feuerstätte einzuhalten (DIN 18895 Teil 1-Bau von offenen

Kaminen). Im Einzelfall legen Sie die Abstände mit dem zuständigen

Bezirkskaminkehrermeister fest (§ 4 Abs. 8 und 9 FeuV)

5. Dunsthauben / Dunstleitungen

Dunsthauben sind als Teile der Dunstleitung zu betrachten. Erforderliche Abstände zu

anderen Bauteilen sind entsprechend den Erfordernissen bei Dunstleitungen

einzuhalten.

5.1 Dunstleitungen sind die Verbindungsstücke zwischen Feuerstätte und

Dunstkamin. Sie sind auf möglichst kurzem Weg im gleichen Geschoss in jeweils

eigene Dunstkamine einzuleiten. Sie sind entsprechend den Anforderungen an

Verbindungsstücke aus nichtbrennbaren, hitze- und formbeständigen Baustoffen

auszuführen (DIN 1298 und DIN 18160 Teil 1).

5.2 Dunstleitungen müssen in ihrer ganzen Länge überprüfbar sein. Sie dürfen keine

Brandabschnitte verbinden. Führen die Leitungen durch Brandwände, sind

entsprechende Brandschutzvorkehrungen vorzusehen (Art. 31 Abs. 11 BayBO,

Verkleidung in L 90, bzw. zugelassene Brandschutzklappen K 90, s.a. 5.7)

5.3 Abstände zu brennbaren Bauteilen Verbindungsstücke zu Kaminen müssen zu

brennbaren Bauteilen (auch zu elektrischen Leitungen) einen Abstand von

mindestens 40 cm einhalten. Der Abstand kann auf 10 cm verringert werden, wenn

die Dunstleitungen mind. 2 cm dick mit nichtbrennbaren Dämmstoffen ummantelt sind

und der verbleibende Abstand als Luftspalt von mindestens 5 cm ausgebildet ist (§ 8

Abs. 3 FeuV). Innerhalb von Bauteilen aus brennbaren Baustoffen sind sie in einem

Abstand von mindestens 20 cm entweder mit einem Schutzrohr aus nichtbrennbaren

Baustoffen zu versehen oder mit nichtbrennbaren Baustoffen mit geringer

Wärmeleitfähigkeit zu ummanteln. (§ 8 Abs. 4 FeuV). Dabei sind Dämmstoffe zu

verwenden, die einen Schmelzpunkt von mindestens 1000° C aufweisen (DIN 4102

Teil 4 und Teil 17). Elektrische Leitungen, die zum Betrieb der Abluftanlage erforderlich

sind, können ohne Abstand zugelassen werden.

5.4 Dunstleitungen sind beim Austritt aus der Küche mindestens in der

Feuerwiderstandsklasse L 90 herzustellen (DIN 4102). Reinigungsöffnungen sind im

Einvernehmen mit dem zuständigen Bezirkskaminkehrermeister und gegebenenfalls

mit der beauftragten Wartungsfirma festzulegen. Sie sollen bei jedem Knick und in

Abständen von ca. 2 m in horizontalen Leitungen angeordnet werden. Unter diesen

Reinigungsöffnungen sind in der Unterdecke Durchstiegsöffnungen vorzusehen; die

Größe ist abzustimmen auf die Dunstleitung, mindestens jedoch 60 x 80 cm.

5.5 Dunstleitungen, in denen bei Betrieb Überdruck vorhanden ist (Druckventilator),

sind dicht herzustellen (DIN 24190 und 24191). Eine vergleichbare Ausführung mit

einem entsprechenden Prüfzeugnis und dem Nachweis der Überdruckdichtigkeit ist

ebenfalls möglich.

5.6 Die Wandungen von Abluftleitungen sind so auszuführen, dass weder Fett noch

Kondensat austreten kann. Verbindungsstellen von Lüftungsleitungen aus Blech sind

durch Löten, Schweißen oder mit dauerelastischem, gegen chemische oder

mechanische Beanspruchung unempfindlichem Dichtungsmaterial abzudichten.

Wickelfalzrohre aus sendzimirverzinkten Feinblech glatt, Blechstärke nach DIN

24145- und Flexrohre sind nur zulässig, wenn sie für diesen Zweck geeignet sind

(Herstellernachweis).

5.7 Brandschutzklappen dürfen in Dunstleitungen und -schächten nur eingebaut

werden, wenn hierfür eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vorliegt.

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